Tod der Todesstrafe!
Geschrieben von Axel Christ • Dienstag, 15. September 2009 • Kategorie: Menschliches
Ich habe mich ja kürzlich schon mit dem Gedanken getragen, dass es keine allgemeingültige Wahrheit gibt1. Aus gegebenem Anlass möchte ich das noch einmal aufgreifen. In der F.A.Z. fand ich einen Artikel2, in dem es um ein im Jahre 2004 in Texas vollstrecktes Todesurteil ging. Der per Giftspritze Hingerichtete hatte zuvor bereits 12 Jahre im Gefängnis gesessen. Er wurde beschuldigt, 1991 sein Haus niedergebrannt zu haben, in dem sich seine drei Töchter befanden. Er selbst beteuerte Zeit seines Lebens, dass es sich um einen Unfall handelte. Eher zufällig wurde der Fall jetzt noch einmal beleuchtet und man kam zu dem Schluss, dass wohl doch keine Brandstiftung vorlag. Auch kurz vor der Hinrichtung kam dieser Verdacht wohl schon einmal auf, wurde aber nicht weiter beachtet.
Wie kann es zu so etwas kommen? Müssen für eine Verurteilung zum Tode keine wasserdichten Beweise vorliegen? Das Gesetz sieht das sicherlich so vor, dummerweise sind wir aber alle Menschen. Auch die unter uns, die Gesetze vollstrecken. Es könnte beispielsweise sein, dass ein am Verfahren Beteiligter befangen war. Es könnte bewusste Falschaussagen gegeben haben. Ein Verbrechen also. Es könnte auch sein, dass ein Gutachter einfach einen Fehler gemacht hat. Vielleicht nur einen Kleinen. Ein Freund hat den kleinen Fehler bemerkt, und, um seinem Kumpel keine Probleme zu bereiten, hat er ihn vertuscht. Der Fehler könnte auf diesem Wege größer und größer geworden sein. Die Vertuschungsaktionen ziehen immer weitere Kreise und am Ende führt ein harmloser, kleiner Ausrutscher zum Tod eines Menschen. Gruppen halten halt zusammen. Es ist eventuell schwer, einem Einzelnen einen Vorwurf zu machen.
Es gibt bestimmt Fälle, in denen eine Todesstrafe angemessen erscheint. Aber wer garantiert, dass die Fakten stimmen? Wer garantiert, dass der Angeklagte kein Opfer ist, wenn doch alle mit dem Fall Betrauten auch nur Menschen sind? Niemand! Deshalb finde ich es wichtig, den möglichen Schaden zu begrenzen. In diesem Fall geht das am einfachsten, indem man die Todesstrafe abschafft. Weltweit!
Mehr zum Thema gibt es auch hier:
http://www.amnesty-todesstrafe.de/
http://www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Todesstrafe
1 http://oeko-denken.de/archives/43-Keine-endgueltigen-Wahrheiten.html
Wir leben in einer Grauzone, die Welt ist nicht gut oder schlecht. Selbst die einzelnen Dinge sind es nicht. Unsere Wahrnehmung entscheidet und gut für mich ist nicht gut für alle. Ich zoome mal ein bisschen. Ich sehe ein Atom. Kohlenstoff. Toll. Gut? Böse? Ich weiß nicht. Ich zoome aus. Ein paar Moleküle. Stahl. Oha. Da will ich mich immer noch nicht festlegen. Weiter auszoomen. Ein Messer mit scharfer, feststehender Klinge, gehalten von einer starken Hand. Sehr spitz. Jetzt geht der Alarm meiner Wahrnehmung an. Sieht böse aus! Weiter auszoomen, schnell! Die Hand gehört Herrn Held, der sich schützend vor Frau Gut gestellt hat, um einen Angriff seitens Herrn Böse abzuwehren. Oh, dann ist ja doch alles in Butter! Schnell weiter auszoomen, bis zum blauen Himmel! Komisch, der Himmel ist grau. Herr Böse ist tot. Frau Gut lebt. Herr Böse war Menschen gegenüber ein Arschloch, hatte aber eine gute Ökobilanz. Frau Gut dagegen war zwar immer sehr nett und freundlich, aber auch ziemlich blöde, weswegen sie im hohen Alter ihren Kindern nur Schulden und einen verschmutzen Planeten hinterließ. Herr Held hatte sich aufgrund der kleinen Episode zu einem unerträglichen Aufschneider entwickelt, der den puren Hass in den Gemütern seines Umfeldes gären ließ. Nicht schön. Geradezu Böse, was hier passiert! Kann ich noch weiter auszoomen? Ja. Ich sehe eine Großstadt. Das Leben der drei Personen hatte auf die Stadtentwicklung keinen nennenswerten Einfluss. Die freigewordene Wohnung des Herrn Böse fand schnell einen neuen Abnehmer. Ein junger, politisch interessierter Student mit dem Willen, etwas zu bewegen. Klasse! Weiter raus, weiter raus! Er entwickelt sich zu einem großen Tier bei der
Heutzutage müssen Eltern sich zwangsweise mit dem Internet beschäftigen, denn ihre Kinder tun es auf jeden Fall. Diverse Firmen bieten Filter-Software an, die das Web für Kinder sicherer machen soll. Norton hat auch so eine Software im Angebot, und protokolliert dabei offensichtlich das Surfverhalten mit, denn jetzt hat die Firma eine Übersicht über die 100 häufigsten Suchanfragen von Kindern im Web veröffentlicht. Neben allen möglichen Charakteren der Pop-Kultur und populären Websites wie Facebook und Youtube finden sich auf der Liste auch:
Wir sind auf dem Weg ins Paradies. Wir verstehen es nur noch nicht. Es fing damit an, dass wir vor langer Zeit die Fähigkeit entwickelten, zu sprechen. Seit dem sind wir in der Lage, Wissen weiter zu geben. Und seit dem wächst die Menge und Qualität des Wissens. Was haben wir gelernt? Eine Menge unnützes Zeug aus allen Bereichen des Lebens. Ein besonderes Augenmerk haben wir aber immer darauf gelegt, mit möglichst wenig Arbeit unsere Bäuche zu füllen. Auch heute noch optimieren wir ständig unsere Arbeitsabläufe, große Betriebe können von Zeit zu Zeit tausende von Mitarbeitern entlassen ohne weniger zu produzieren. Das ist toll!
Die Idee ist klasse. Warum sollten auf Gräbern immer nur Blumen wachsen? Viele Menschen verbringen viel Zeit damit, Gräber regelmäßig zu gießen, Unkraut zu zupfen und alles hübsch in Ordnung zu halten. Ein paar dekorative Tomaten-Pflanzen, ein bodendeckender Kürbis, ein Beerenbusch, alle diese Nutzpflanzen könnten bei dieser hingebungsvollen Pflege sicher gut gedeien. Und der Boden sollte auch nährstoffreich genug sein. Da steckt echtes Einspar-Potential drin, das gesunde Gemüse entlastet ja die Haushaltskasse.
Seit irgendwann im Jahre 1999
Die Globalisierung. Ein Reizwort. Ohne sie wäre Vieles anders, gerade in unserem Land, wir waren immerhin mal Export-Weltmeister. Trotzdem erfreut sie sich keiner Beliebtheit. Sie macht auch Vieles schlechter. Lokale Betriebe verkümmern im Angesicht der weltweiten Konkurenz. Produkte werden aus Ländern importiert, denen wir nicht trauen. Arbeitslosenzahlen im Land steigen. Kurz: die Globalisierung ist schlecht. Könnte man sie ungeschehen machen, viele würden es tun.
Die Wissenschaft ist schon eine tolle Sache. Und immer verflixt präzise. Deshalb müssen auch die offensichtlichsten Dinge von Zeit zu Zeit bewiesen werden. Das ist prinzipiell ok. Das Eine baut auf das Andere auf und da ist es schon beruhigend zu wissen, dass mal jemand bewiesen hat, dass 1 + 1 wirklich 2 ist
