Öko-Denken

Kompostierbares Gedankengut für eine bessere Zukunft

Meinem Blog sein Freund, der Baum

Geschrieben von Axel Christ • Montag, 10. August 2009 • Kategorie: Stand der Dinge

Viele unserer heutigen Freizeitbeschäftigungen sind nicht gut für die Umwelt. Und selbst wenn ich meine Zeit nur damit verbringe, online zu recherchieren, was alles schlecht für die Umwelt sein könnte, dann ist das schlecht für die Umwelt. Denn dafür nutze ich einen Computer und eine Infrastruktur aus Kabeln und Geräten, um auf einen Server zuzugreifen. Strom wird verbraucht, Hardware wird produziert, gewartet und verschrottet. Eventuell atme ich beim Surfen sogar aus oder lasse gar einen fahren. Leise. In den Sessel.

Dagegen hilft es, Bäume zu pflanzen! Denn wer pflanzt furzt zwar auch, aber immerhin nicht in geschlossenen Räumen. Oder vielleicht doch? Bei I Plant A Tree1 kann man jetzt für ein bis zwei Euro einen Baum in die Welt setzen lassen, ohne den Computer zu verlassen. Oder aber auch einen tatsächlich selbst gepflanzten Baum registrieren.

Den Pflanz-Service von I Plant A Tree kann man auch ganz kostenfrei bekommen, wenn man ein Blog hat und bei kaufDA2 vorbei schaut. Diese Seite ist hauptsächlich dafür bekannt, die ganzen Werbeprospekte digital im Internet zur Verfügung zu stellen, die einem immer den Briefkasten verstopfen. Das erlaubt es einem, den typischen “Keine Werbung”-Aufkleber anzubringen, ohne Sonderangebote zu verpassen. In einer aktuellen Aktion können 750 Blog-Schreiber ein kleines, verlinktes Banner auf ihren Seiten einbinden und einen Artikel zum Thema verfassen, dafür zahlt kaufDA dann einen Baum bei iplantatree.org. Damit soll der CO2-Ausstoß eines normalen Blogs neutralisiert werden.

Klingt nach einer Win-Win-Situation. Für mich wird ein Baum gepflanzt und kaufDA bekommt 750 sehr hochwertige Blog-Links für nur einen Euro pro Stück. Ich hoffe, die Macher sponsern dabei auch mindestens einen eigenen Baum, um den zusätzlichen Blog-Inhalt und -Verkehr aufzuwiegen.

1 http://iplantatree.org/index.html

2 http://www.kaufda.de/umwelt/co2-neutral/

LOHA-OLIBA

Geschrieben von Axel Christ • Montag, 10. August 2009 • Kategorie: Menschliches

Seit irgendwann im Jahre 19991 gibt es wohl den Begriff LOHA. Das Akronym steht für Lifestyle of Health and Sustainability oder zu Deutsch: Lebensart der Gesundheit und Nachhaltigkeit. Gemeint ist ein Lebensstil, bei dem man auf diese Dinge achtet:

  1. Die eigene Gesundheit
  2. Erfreuliches Leben mit Stil
  3. Sozialverträglichkeit des eigenen Handelns
  4. Umweltverträglichkeit des eigenen Handelns

Es handelt sich also um den neuen Typ des alten Ökos, der sich jetzt nicht mehr in formlosen Säcken kleidet und hinter dem Komposthaufen wohnt sondern statt dessen Designermode trägt, die aus Bio-Rohstoffen (organic cotton) und ohne Kinderarbeit und sonstige schlechte Arbeitsbedingungen (sweatshop-free) fair hergestellt wurde, sich fit hält und von seinem guten Einkommen hin und wieder was spendet. Fotos offenbaren erstaunlicherweise, dass viele dieser LOHAs Apple-Computer verwenden und das auch zu der Zeit getan haben, als diese von Greenpeace so geächtet wurden. Deshalb steht in meiner Liste das “erfreuliche Leben” auch vor den uneigennützigen Bestrebungen.

An sich klingt das gar nicht schlecht. Das einzige Problem, dass ich als Deutscher mit dem Akronym habe, ist, dass es mich phonetisch immer an VOKUHILA erinnert… für die glücklich Unwissenden: das steht für “vorne kurz, hinten lang” und beschreibt eine Frisur, die im Englischen mit dem Namen Mullet verachtet wird. Teils noch ergänzt um den OLIBA, den Oberlippenbart.

Also: Prägt einen neuen Begriff und ich bin auch mit dabei2!

1 http://www.kubitz.net/sinnvolles-handeln/ja-ich-bin-ein-loha/

2 http://www.betterandgreen.de/blog/was-bin-ich-auf-der-suche-nach-der-nachhaltigen-identitaet/

Omlet Beehaus

Geschrieben von Axel Christ • Freitag, 7. August 2009 • Kategorie: Produkte

Die Engländer brauchen Bienen. Und damit sind sie nicht alleine. Eine britische Firma hat jetzt aber einen Bienenstock für coole Leute auf den Markt geworfen. Total urban. Das ist an sich eine wirklich gute Idee. Und wenn man sich die Website der Firma durchliest, bekommt man auch den Eindruck, dass die Typen von der Bienenhaltung schon was verstehen1.

Begeistert bin ich von diesem Produkt trotzdem nicht. Wenn man schon Leute ansprechen will, die was Gutes für Mutter Natur tun wollen, warum baut man die Kiste dann aus Plastik und nicht aus Holz? Ich finde auf der Website des Unternehmens auch keinen Hinweis darauf, dass es vielleicht ein besonders umweltfreundlicher Kunststoff sein könnte. Und dann noch der Preis: 465 £ sind doch recht happig. Die klassische Holz-Version kostet deutlich weniger.

Alternative: Die eigene Bienenkiste

In den Kommentaren wurde ich gerade auf das Projekt Bienenkiste2 aufmerksam gemacht, welches mir deutlich besser gefällt: Es handelt sich um eine Seite rund um die eigene Bienenhaltung, zentrales Element ist dabei das Basteln einer eigenen Bienenkiste. Die soll es später auch fertig zu kaufen geben, man kann sich bereits vormerken lassen, Anfang 2010 soll dann der aufgrund der vorgemerkten Stückzahl ermittelte Preis bekannt gegeben werden.

Spannend: Wenn sich sowas durchsetzt, dann bin ich sehr neugierig auf die urbane Imker-Kleidung bekannter Street- und Sportswear-Marken. Und auf den ImkPod, die kleine Taschenbox zum Mitführen der Lieblingsbienchen.

1 http://www.omlet.co.uk/products_services/products_services.php?view=Bees

2 http://www.bienenkiste.de/

Globalisierung. Der einzige Weg.

Geschrieben von Axel Christ • Dienstag, 4. August 2009 • Kategorie: Menschliches

Die Globalisierung. Ein Reizwort. Ohne sie wäre Vieles anders, gerade in unserem Land, wir waren immerhin mal Export-Weltmeister. Trotzdem erfreut sie sich keiner Beliebtheit. Sie macht auch Vieles schlechter. Lokale Betriebe verkümmern im Angesicht der weltweiten Konkurenz. Produkte werden aus Ländern importiert, denen wir nicht trauen. Arbeitslosenzahlen im Land steigen. Kurz: die Globalisierung ist schlecht. Könnte man sie ungeschehen machen, viele würden es tun.

Manchmal denke ich allerdings, so schlecht ist das alles gar nicht. Es findet ein Ausgleich statt. In armen Ländern gibt es mehr Arbeit, wenn es bei uns weniger gibt. Ich glaube, aus unserer Sicht sieht das alles nur so schlecht aus, weil wir recht weit oben auf der Leiter stehen. Bei einem weltweiten Einpendeln auf ein einheitliches Niveau gehören wir zwangsläufig zu den Verlierern. Aber muss man sich denn als Verlierer sehen? Kann man nicht auch gerne teilen? Glück ist nicht direkt von der Menge des Besitzes abhängig, sondern davon, wie ich mich im Vergleich mit meinem Umfeld einordne. Geht es mir gut, verglichen mit den Leuten, die ich kenne? Werde ich respektiert? Habe ich eine Stellung in der Gesellschaft? An diesen Punkt kann ich auch durch Geben kommen, nicht nur durch Nehmen!

Und was ist mit der Umwelt? Wir machen in unserer industrialisierten Welt die Natur kaputt und die armen Länder dürfen es mit ausbaden? Ja, das hat aber mit Globalisierung nichts zu tun. Das würde auch passieren, wenn wir nie über unseren Tellerrand raus schauen und die armen Länder gar nicht kennen würden. Denn Umweltgifte und Klimaänderungen kennen keine Grenzen. Die Globalisierung führt also auch hier am Ende eher dazu, dass wir uns zumindest einer Schuld bewusst werden und eventuell einen Ausgleich versuchen.

Womit wir an einen zentralen Punkt gelangen: Die Umwelt ist global. Daran können wir nichts ändern. Damit hat auch unser jegliches Handeln immer globale Auswirkungen. Der einzig faire Weg mit dieser gegebenen Situation umzugehen, wäre, umgehend alle Grenzen zu öffnen. Jeder Mensch muss das Recht haben, sich genauso frei über die Kontinente zu bewegen, wie der Wind. Natürlich gäbe das erst mal ein riesiges Chaos. Alle würden an die schönsten Orte ziehen. Aber da diese Orte dann bald nicht mehr schön wären, würden sich die Leute auch wieder verstreuen. Und in ein paar Generationen könnten alle mittelglücklich leben. Vielleicht sogar ganz glücklich.

Offensichtliche Erkenntnisse über Tiere

Geschrieben von Axel Christ • Montag, 3. August 2009 • Kategorie: Menschliches

Die Wissenschaft ist schon eine tolle Sache. Und immer verflixt präzise. Deshalb müssen auch die offensichtlichsten Dinge von Zeit zu Zeit bewiesen werden. Das ist prinzipiell ok. Das Eine baut auf das Andere auf und da ist es schon beruhigend zu wissen, dass mal jemand bewiesen hat, dass 1 + 1 wirklich 2 ist1.

In diesem Fall ist es so, dass es allen vorher schon klar war. Der kleinen Frau von der Straße und dem Mathe-Professor erst recht. Es wird sogar vielerorts gesagt, dass es sich um ein Axiom handelt. Sprich: Es ist einfach so. Der Beweis ist nur ein Gedankenspiel, welches unsere Erwartungen bestätigt.

Warum ist das bei Schimpansen, Hunden, Delphinen und anderen Tieren regelmäßig anders? Warum scheint die Grundhaltung hinter jeder Forschung hier immer zu sein, dass wir alleine über alle möglichen Fähigkeiten verfügen? Mein Lieblingsbeispiel:

Fische empfinden Schmerzen!

Diese Botschaft war ein großer Knüller im Jahre 2003. Solange hat es gedauert, festzustellen, dass Fische Schmerzen empfinden. Die Experimente, die auf dem Weg dorthin unternommen wurden, will ich mir gar nicht vorstellen. Ach ja: 2004 und 2005 wurde die gleiche Entdeckung wiederholt2. Mit anderen Methoden. Immerhin wissen wir jetzt, dass ein Fisch, dem man Essigsäure in die Lippen spritzt, hinterher tagelang nicht fressen mag und seine Lippen an Steinen reibt3.

Fällt dir auch was dazu ein?

Wenn du auch ein Beispiel dazu im Kopf hast, dann hinterlasse doch einfach unten einen Kommentar, wenn möglich mit einem Link zu einem Artikel zum Thema.

1 http://blog.plover.com/math/PM.html (Englisch)

2 http://www.peta.de/web/fische_fuehlen.522.html

3 http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/211692.html

Netbooks, Schäfchen-Wolken des Cloud-Computing?

Geschrieben von Axel Christ • Samstag, 1. August 2009 • Kategorie: Technologie

Vor diversen Jahren gab es schon einmal den Trend, dass zumindest in großen Firmen die Rechenleistung auf den Server ausgelagert wurde und die Arbeitsstationen herzlich schmalbrüstig ausgestattet wurden. Man hatte nur eine Tastatur und einen Bildschirm, die Rechenleistung des Rechners reichte nur für das, was für die Kommunikation mit dem Server nötig war. Das Konzept war toll, es konnte sich damals aber nicht durchsetzen. Sobald man die großen Unternehmen verließ, musste die Rechenleistung wieder lokal verfügbar sein, denn eine performante Anbindung an einen Server aus der Ferne gab es nicht.

Jetzt sind wir ein zweites Mal an diesem Punkt, dass sich schwachbrüstige Rechner gut verkaufen. Netbooks sind kleine, handliche Dinger ohne viel Leistung, die aber durchaus ausreichen, um im Internet zu surfen. Besonders dann, wenn auch noch ein auf die Hardware zugeschnittenes Betriebssystem darauf läuft. Und im Internet finden wir alles, was wir täglich brauchen. Nachrichten, E-Mail, ToDo-Listen, Kalender, Office-Programme, Spiele. Alles wird umsonst oder zu einem günstigen Preis angeboten. Jeder der eine ordentliche Internetverbindung hat, darf sich also glücklich schätzen und kann sich bei den günstigen Schmalbrust-Rechnern bedienen. Prizipiell sollte das Modell der mächtigen Server und kleinen Personal-Computer ja auch für die Umwelt/Menschheit die bessere Wahl sein, denn:

Vorteile der vernetzten Welt

  1. Die Server und damit die Anwendungen werden von Experten betreut, die sich auch um Backups kümmern. Der Heimanwender braucht also keinen Computer-Fachmann um die Ecke mehr.
  2. Der Energieverbrauch ist viel geringer, denn die leistungsschwachen Rechner verbrauchen weniger und die Server können immer möglichst effizient ausgelastet werden, so dass kaum Leistung verschenkt wird.
  3. Die kleineren Endgeräte werden auch aus weniger Material gefertigt.
  4. Die Endgeräte sind leichter und mobiler.
  5. Da alle Daten auf Servern liegen und nicht mehr auf dem Endgerät, ist es nicht weiter schlimm, wenn das Endgerät kaputt geht.

Modulare Hardware

Ganz zufrieden bin ich mit der Situation allerdings noch nicht. Die vorhandenen Geräte sind gut und schön, ich würde mir aber die Modularität zurück wünschen. Früher, bevor wir alle Laptops hatten, waren Tastatur, Maus, Computer und Bildschirm einzelne Geräte. Jetzt steckt alles in Einem. Das ist doof. Es bedeutet nämlich, dass in der Regel alles in den Müll wandert, wenn eine Komponente den Geist aufgibt oder veraltet ist. Gerade meine Bildschirme haben damals immer mehrere Computer überlebt, und da sollten wir irgendwie wieder hin kommen. Auch für mobile Computer muss ein modularer Ansatz gefunden werden!

Algen haben Augen, was sagt die Karotte dazu?

Geschrieben von Axel Christ • Freitag, 31. Juli 2009 • Kategorie: Stand der Dinge

Wissenschaftler der Universität Hiroshima behaupten bei diversen Algenarten eine Sehfähigkeit festgestellt zu haben1. Die Algen sollen diese Fähigkeit angeblich nutzen, um sich eine geräumige Koralle in guter Wohnlage suchen zu können. Da wird es Zeit für den Vegetarier in uns sich zu fragen, ob wir dann bald schon keine Karotten mehr essen dürfen, weil wir merken, dass auch Gemüse denkendes und fühlendes Leben ist.

In diesem Fall heißt es aber: Keine Angst. Zum Glück ist Wikipedia schlauer als wir und weiß, dass Algen gar keine Pflanzen sind, obwohl sie Photosynthese betreiben2. Der Sprung zur Karotte ist also doch noch etwas weiter, als für einen Moment angenommen.

Das Thema ist damit aber nicht vom Tisch, denn es erinnert mich an einen Artikel über Bäume, den ich vor langer Zeit einmal gelesen habe. Dort hieß es, dass Bäume bei Schädlingsbefall ihre Umgebung warnen können. Ich habe gerade mal danach gegoogelt und einen netten Artikel gefunden3. Aus der Schweiz, dem Land, in dem Pflanzen eine in der Verfassung verankerte Würde haben. Dort heißt es:

Pflanzen nehmen Duftstoffe, Licht, Töne, Chemikalien, Vibrationen, Schwerkraft oder Temperatur wahr. Sie nehmen diese Informationen auf und reagieren darauf, indem sie zum Beispiel das Wachstum ändern, oder die Anzahl Blätter oder die Dicke des Stängels. Pflanzen sind also fähig, Umweltsignale zu registrieren, intern weiterzuleiten und zu verrechnen. Sie sind fähig, ihr Verhalten als Antwort darauf zu verändern.

Also: Schnell noch einen Salatteller essen, solange es ethisch noch vertretbar ist!

1 http://pressetext.com/news/090730018/korallenalgen-besitzen-augen-zur-orientierung/

2 http://de.wikipedia.org/wiki/Alge

3 http://www.blauen-institut.ch/tx_blu/tf/tf_gid_pflanzen.html

Was wäre wenn der Berg zum Propheten käme?

Geschrieben von Axel Christ • Freitag, 31. Juli 2009 • Kategorie: Was wäre wenn?

Sozialer Aspekt

Solange der Prophet zum Berg kommt, kann er sich seine Zeit frei einteilen. Sobald aber erstmal der erste Berg ungefragt zum Propheten gekommen ist und einen Nutzen davon hatte, wird das Beispiel Schule machen. Mehr und mehr Berge werden auf den Propheten einstürmen und sich wie ein mächtiges Gebirge vor ihm auftürmen. Der Prophet wird platt gemacht und kann niemandem mehr von Nutzen sein.

Also: Wenn du ein Berg bist, signalisiere ruhig einem Propheten, dass du ihn brauchen könntest. Aber renne ihm nicht die Bude ein sondern gebe ihm die Möglichkeit, sich seine Zeit einzuteilen.

Energieverteilung

Solange der Prophet nicht mehr Masse hat, als der Berg, sollte es effizienter sein, wenn er sich zu diesem begibt. Sollten mehrere Berge zu bereisen sein, haben wir es mit dem Problem des Handlungsreisenden[1] zu tun. Dieses kann mittlerweile zwar schon von Bakterien gelöst werden2[3], ist aber trotzdem nicht ganz trivial.

1 http://de.wikipedia.org/wiki/Problem_des_Handlungsreisenden

2 http://www.heise.de/newsticker/Bakterien-helfen-beim-Problem-des-Handlungsreisenden—/meldung/142601

3 http://www.guardian.co.uk/science/blog/2009/jul/24/bacteria-computer (englisch)

Liste der alltäglichen Verbesserungs-Möglichkeiten

Geschrieben von Axel Christ • Freitag, 31. Juli 2009 • Kategorie: Menschliches

Im Alltag kann man bei hunderten von Tätigkeiten etwas verbessern. Geld, Energie und Zeit können gespart, die Umwelt und die sozialen Kontakte verschönert werden. Und es gibt bestimmt noch viele andere Möglichkeiten. Diese Liste soll ständig wachsen. Nicht jeder Punkt wird jedermanns Sache sein aber zumindest sollte für jeden die ein oder andere Anregung dabei sein. Diskussionen und Vorschläge in den Kommentaren sind erwünscht!

"Liste der alltäglichen Verbesserungs-Möglichkeiten" vollständig lesen

Bio-Lebensmittel sind für Esser nicht gesünder

Geschrieben von Axel Christ • Freitag, 31. Juli 2009 • Kategorie: Stand der Dinge

Das Londoner Institut für Hygiene und Tropenmedizin hat Bio-Lebensmittel mit ihren konventionellen Gegenstücken verglichen1 und hat beim Nährstoffgehalt kein relevantes Gesundheitsplus für die Bio-Variante erkennen können. Wundert das irgendjemanden? Mich nicht. Warum sollte ein Bio-Lebensmittel tolle Nährstoffe enthalten? Wenn, dann sollte man den Schadstoffgehalt vergleichen, besonders bei Obst und Gemüse direkt auf der Haut oder Schale. Und überhaupt, beim Bio-Kaufen geht es mir nicht nur um mich als Esser der Produkte sondern natürlich auch allgemein um den Umweltschutz und eventuell noch um die Unterstützung kleiner Läden und Hersteller aus der Region. Dieser Idealismus geht natürlich dem ein oder anderen Einkäufer ab.

Also: Die Studie an sich mag schon in Ordnung sein. Man darf sie nur, wie alle Studien, nicht falsch interpretieren. Ich werde beim Essen eben nicht dadurch gesünder, dass ich Bio-Fleisch esse, sondern eher dadurch, dass ich den Anteil an Obst und Gemüse erhöhe.

Hoffentlich hält sich der Schaden für die Bio-Branche in Grenzen.

1 http://www.lshtm.ac.uk/news/2009/organicfood.html

Greenpeace malt mit Fingerfarben

Geschrieben von Axel Christ • Donnerstag, 30. Juli 2009 • Kategorie: Stand der Dinge

Für die Typographen unter uns: Das “S” ist offensichtlich nicht ganz leicht zu zeichnen.
HP steht dieser Tage auf der Grün-Skala für High-Tech-Produkte von Greenpeace recht schlecht da. Und weil die Jungs und Mädels des grünen Friedens immer gerne mal über Zäune und Fassaden klettern, haben sie das Dach des Hauptsitzes von HP in Palo Alto mit einem riesigen Schriftzug versehen. Dazu wurden ungiftige Fingerfarben verwendet. Ich liebe diese kleinen Details.

Auf CNET findet sich ein Statement von HP, in dem HP sich für toll und Greenpeace für böse erklärt. Das klingt nicht gerade nach dem Beginn einer Freundschaft.

In der Vergangenheit stand Apple eine Weile lang am Ende der Liste. Dort wurde auf die Kritik mittlerweile allerdings reagiert und man hat sich auf der Skala deutlich nach vorne verschoben.

Was wäre wenn ein blindes Huhn auch mal ein Ei fände?

Geschrieben von Axel Christ • Donnerstag, 30. Juli 2009 • Kategorie: Was wäre wenn?

Prinzipiell ist das Finden von Eiern im Alltag eines blinden Huhns wohl gar nicht so selten. Was einem aus dem Hintern fällt, sollte man ja finden können. Und wenn es dazu kommt, dann wird das blinde Huhn das Ei sicherlich ähnlich ausbrüten, wie ein sehendes Huhn.

Dennoch: Wenn das blinde Huhn ein Ei findet, hat es prinzipiell Glück gehabt, denn dann befindet es sich schätzungsweise nicht in einer Legebox, in der das Ei sofort weg wäre.

Was wäre wenn der Milchmann zweimal klingelte?

Geschrieben von Axel Christ • Mittwoch, 29. Juli 2009 • Kategorie: Was wäre wenn?

Energiebedarf

Spontan fällt einem da natürlich der erhöhte Energiebedarf ein. Insbesondere, wenn eine Funkklingel mit Mehrton-Klang im Einsatz ist. Ob dieser durch den Nutzen des besser gehörten Milchmannes aufgewogen werden kann, hängt vom Altersdurchschnitt der betroffenen Gegend ab. Und natürlich vom generell vorhandenen Lärmpegel.

Milchpreis

Wenn der Milchmann besser gehört wird und damit mehr Menschen mit Milch versorgt, führt dies zu einer geringeren Nachfrage in den Supermärkten. Der Effekt sollte allerdings zu gering ausfallen, um den Milchpreis zu beeinflussen.

Soziales

Hat der Milchmann wirklich Hintergedanken, wenn er zweimal klingelt? Ist es überhaupt selten, dass Milchmänner zweimal klingeln? Wird diese bewusste Anspielung vielleicht als hurmorvolles Element genutzt, um mit dem Kunden ins Gespräch zu kommen? Und überhaupt, was ist mit Milchfrauen?