Öko-Denken

Kompostierbares Gedankengut für eine bessere Zukunft

Algen haben Augen, was sagt die Karotte dazu?

Geschrieben von Axel Christ • Freitag, 31. Juli 2009 • Kategorie: Stand der Dinge

Wissenschaftler der Universität Hiroshima behaupten bei diversen Algenarten eine Sehfähigkeit festgestellt zu haben1. Die Algen sollen diese Fähigkeit angeblich nutzen, um sich eine geräumige Koralle in guter Wohnlage suchen zu können. Da wird es Zeit für den Vegetarier in uns sich zu fragen, ob wir dann bald schon keine Karotten mehr essen dürfen, weil wir merken, dass auch Gemüse denkendes und fühlendes Leben ist.

In diesem Fall heißt es aber: Keine Angst. Zum Glück ist Wikipedia schlauer als wir und weiß, dass Algen gar keine Pflanzen sind, obwohl sie Photosynthese betreiben2. Der Sprung zur Karotte ist also doch noch etwas weiter, als für einen Moment angenommen.

Das Thema ist damit aber nicht vom Tisch, denn es erinnert mich an einen Artikel über Bäume, den ich vor langer Zeit einmal gelesen habe. Dort hieß es, dass Bäume bei Schädlingsbefall ihre Umgebung warnen können. Ich habe gerade mal danach gegoogelt und einen netten Artikel gefunden3. Aus der Schweiz, dem Land, in dem Pflanzen eine in der Verfassung verankerte Würde haben. Dort heißt es:

Pflanzen nehmen Duftstoffe, Licht, Töne, Chemikalien, Vibrationen, Schwerkraft oder Temperatur wahr. Sie nehmen diese Informationen auf und reagieren darauf, indem sie zum Beispiel das Wachstum ändern, oder die Anzahl Blätter oder die Dicke des Stängels. Pflanzen sind also fähig, Umweltsignale zu registrieren, intern weiterzuleiten und zu verrechnen. Sie sind fähig, ihr Verhalten als Antwort darauf zu verändern.

Also: Schnell noch einen Salatteller essen, solange es ethisch noch vertretbar ist!

1 http://pressetext.com/news/090730018/korallenalgen-besitzen-augen-zur-orientierung/

2 http://de.wikipedia.org/wiki/Alge

3 http://www.blauen-institut.ch/tx_blu/tf/tf_gid_pflanzen.html

Was wäre wenn der Berg zum Propheten käme?

Geschrieben von Axel Christ • Freitag, 31. Juli 2009 • Kategorie: Was wäre wenn?

Sozialer Aspekt

Solange der Prophet zum Berg kommt, kann er sich seine Zeit frei einteilen. Sobald aber erstmal der erste Berg ungefragt zum Propheten gekommen ist und einen Nutzen davon hatte, wird das Beispiel Schule machen. Mehr und mehr Berge werden auf den Propheten einstürmen und sich wie ein mächtiges Gebirge vor ihm auftürmen. Der Prophet wird platt gemacht und kann niemandem mehr von Nutzen sein.

Also: Wenn du ein Berg bist, signalisiere ruhig einem Propheten, dass du ihn brauchen könntest. Aber renne ihm nicht die Bude ein sondern gebe ihm die Möglichkeit, sich seine Zeit einzuteilen.

Energieverteilung

Solange der Prophet nicht mehr Masse hat, als der Berg, sollte es effizienter sein, wenn er sich zu diesem begibt. Sollten mehrere Berge zu bereisen sein, haben wir es mit dem Problem des Handlungsreisenden[1] zu tun. Dieses kann mittlerweile zwar schon von Bakterien gelöst werden2[3], ist aber trotzdem nicht ganz trivial.

1 http://de.wikipedia.org/wiki/Problem_des_Handlungsreisenden

2 http://www.heise.de/newsticker/Bakterien-helfen-beim-Problem-des-Handlungsreisenden—/meldung/142601

3 http://www.guardian.co.uk/science/blog/2009/jul/24/bacteria-computer (englisch)

Liste der alltäglichen Verbesserungs-Möglichkeiten

Geschrieben von Axel Christ • Freitag, 31. Juli 2009 • Kategorie: Menschliches

Im Alltag kann man bei hunderten von Tätigkeiten etwas verbessern. Geld, Energie und Zeit können gespart, die Umwelt und die sozialen Kontakte verschönert werden. Und es gibt bestimmt noch viele andere Möglichkeiten. Diese Liste soll ständig wachsen. Nicht jeder Punkt wird jedermanns Sache sein aber zumindest sollte für jeden die ein oder andere Anregung dabei sein. Diskussionen und Vorschläge in den Kommentaren sind erwünscht!

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Bio-Lebensmittel sind für Esser nicht gesünder

Geschrieben von Axel Christ • Freitag, 31. Juli 2009 • Kategorie: Stand der Dinge

Das Londoner Institut für Hygiene und Tropenmedizin hat Bio-Lebensmittel mit ihren konventionellen Gegenstücken verglichen1 und hat beim Nährstoffgehalt kein relevantes Gesundheitsplus für die Bio-Variante erkennen können. Wundert das irgendjemanden? Mich nicht. Warum sollte ein Bio-Lebensmittel tolle Nährstoffe enthalten? Wenn, dann sollte man den Schadstoffgehalt vergleichen, besonders bei Obst und Gemüse direkt auf der Haut oder Schale. Und überhaupt, beim Bio-Kaufen geht es mir nicht nur um mich als Esser der Produkte sondern natürlich auch allgemein um den Umweltschutz und eventuell noch um die Unterstützung kleiner Läden und Hersteller aus der Region. Dieser Idealismus geht natürlich dem ein oder anderen Einkäufer ab.

Also: Die Studie an sich mag schon in Ordnung sein. Man darf sie nur, wie alle Studien, nicht falsch interpretieren. Ich werde beim Essen eben nicht dadurch gesünder, dass ich Bio-Fleisch esse, sondern eher dadurch, dass ich den Anteil an Obst und Gemüse erhöhe.

Hoffentlich hält sich der Schaden für die Bio-Branche in Grenzen.

1 http://www.lshtm.ac.uk/news/2009/organicfood.html

Greenpeace malt mit Fingerfarben

Geschrieben von Axel Christ • Donnerstag, 30. Juli 2009 • Kategorie: Stand der Dinge

Für die Typographen unter uns: Das “S” ist offensichtlich nicht ganz leicht zu zeichnen.
HP steht dieser Tage auf der Grün-Skala für High-Tech-Produkte von Greenpeace recht schlecht da. Und weil die Jungs und Mädels des grünen Friedens immer gerne mal über Zäune und Fassaden klettern, haben sie das Dach des Hauptsitzes von HP in Palo Alto mit einem riesigen Schriftzug versehen. Dazu wurden ungiftige Fingerfarben verwendet. Ich liebe diese kleinen Details.

Auf CNET findet sich ein Statement von HP, in dem HP sich für toll und Greenpeace für böse erklärt. Das klingt nicht gerade nach dem Beginn einer Freundschaft.

In der Vergangenheit stand Apple eine Weile lang am Ende der Liste. Dort wurde auf die Kritik mittlerweile allerdings reagiert und man hat sich auf der Skala deutlich nach vorne verschoben.

Was wäre wenn ein blindes Huhn auch mal ein Ei fände?

Geschrieben von Axel Christ • Donnerstag, 30. Juli 2009 • Kategorie: Was wäre wenn?

Prinzipiell ist das Finden von Eiern im Alltag eines blinden Huhns wohl gar nicht so selten. Was einem aus dem Hintern fällt, sollte man ja finden können. Und wenn es dazu kommt, dann wird das blinde Huhn das Ei sicherlich ähnlich ausbrüten, wie ein sehendes Huhn.

Dennoch: Wenn das blinde Huhn ein Ei findet, hat es prinzipiell Glück gehabt, denn dann befindet es sich schätzungsweise nicht in einer Legebox, in der das Ei sofort weg wäre.

Was wäre wenn der Milchmann zweimal klingelte?

Geschrieben von Axel Christ • Mittwoch, 29. Juli 2009 • Kategorie: Was wäre wenn?

Energiebedarf

Spontan fällt einem da natürlich der erhöhte Energiebedarf ein. Insbesondere, wenn eine Funkklingel mit Mehrton-Klang im Einsatz ist. Ob dieser durch den Nutzen des besser gehörten Milchmannes aufgewogen werden kann, hängt vom Altersdurchschnitt der betroffenen Gegend ab. Und natürlich vom generell vorhandenen Lärmpegel.

Milchpreis

Wenn der Milchmann besser gehört wird und damit mehr Menschen mit Milch versorgt, führt dies zu einer geringeren Nachfrage in den Supermärkten. Der Effekt sollte allerdings zu gering ausfallen, um den Milchpreis zu beeinflussen.

Soziales

Hat der Milchmann wirklich Hintergedanken, wenn er zweimal klingelt? Ist es überhaupt selten, dass Milchmänner zweimal klingeln? Wird diese bewusste Anspielung vielleicht als hurmorvolles Element genutzt, um mit dem Kunden ins Gespräch zu kommen? Und überhaupt, was ist mit Milchfrauen?